Ein Bürger, ein Nistkasten, eine Idee. Und am Ende sogar ein Preis.
Die Natur hat die Lösung – warum also Gift?

Jedes Jahr kehrt derselbe Ärger zurück.
Der Eichenprozessionsspinner befällt unsere Eichen, und seine Brennhaare machen Menschen krank.
Bisher lautete die Antwort: Pestizide sprühen.
Doch das kostet Zeit, Geld und schadet dem gesamten Ökosystem.
Dabei gibt es eine viel einfachere Alternative, nämlich Meisen.
Kohl- und Blaumeisen fressen die Raupen des Eichenprozessionsspinners besonders gerne.
Und zwar genau dann, wenn die Larven noch keine Brennhaare haben.
Wer also Meisen anzieht, reduziert den Schädling auf natürliche Weise.
Vorteile
Kein Gift, keine Kosten, keine Gefahr
Langfristig
Günstiger als jährliches Spritzen
Nebenwirkung
Mehr Artenvielfalt in Brüggen
Was das für Brüggen bedeutet
Im Gewerbegebiet Weihersfeld werden die Eichen jährlich mit Pestiziden behandelt.
Das verursacht echte Kosten: Personal, Chemie und Arbeitszeit.
Als Unterstützer der NABU Ortsgruppe Brüggen hatte ich eine Idee, nämlich Meisennistkästen aufzuhängen, um den Einsatz von Giftstoffen langfristig überflüssig zu machen.
Der Vorschlag:
Die Gemeinde stellt die Nistkästen bereit.
Heimatliebe Brüggen hängt sie auf und reinigt sie jährlich.
Ganz ohne zusätzlichen Personalaufwand für die Gemeinde.
Die Gemeinde spart langfristig Kosten. Außerdem kann sie sich öffentlich für eine chemiefreie Lösung einsetzen – das stärkt das Image bei Bürgern und in der Lokalpresse.
Wie der Ablauf geplant war
Übersichtskarte der Bäume im Weihersfeld — von der Gemeinde, nicht erfüllt
Bestandsaufnahme der Bäume und Kontakt zu Gewerbetreibenden — privat erledigt
Nistkästen bereitstellen und aufhängen lassen — Heimatliebe Brüggen baut und hängt sie selbst auf
Jährliche Pflege und Reinigung durch Heimatliebe Brüggen — läuft
Wichtig zu wissen:
Eine spürbare Verbesserung tritt erst im Folgejahr ein, weil die laufende Raupen-Population nicht sofort verschwindet.
Außerdem darf nach dem Aufhängen der Kästen kein Gift mehr im Weihersfeld eingesetzt werden.
Zwischenstand Oktober 2024
Die Gemeinde ist derzeit mit anderen Projekten beschäftigt.
Also habe ich einfach selbst angefangen.
Die Gewerbetreibenden vor Ort haben durchgehend positiv reagiert.
Die ersten Kästen hängen bereits.
Neue werden gerade in Eigenregie gebaut.
Das ist echte Heimatliebe: nicht warten, sondern machen.
Update Dezember 2024 – und ein Preis
Der Klimaschutzbeauftragte der Gemeinde machte auf einen Wettbewerb aufmerksam.
Der NABU hat das Projekt eingereicht – und wir haben gewonnen.
Westenergie hat den Klimaschutzpreis 2024 verliehen.
Preisgeld und Ruhm gehen natürlich an den NABU.
Mir ging es von Anfang an nur um die Sache.
Ich baue derweil weiter an den Nistkästen. 😉
„Ich sah einen Missstand und habe gehandelt. Der NABU war sofort dabei.
Danke dafür.“ — Heimatliebe Brüggen
Auch du möchtest mitmachen oder einen Nistkasten für deinen eigenen Baumbestand aufhängen?
Melde dich gerne – ich erkläre dir alles Nötige.
