Ein ungebetener Gast in unseren Gewässern
Der Rote Amerikanische Sumpfkrebs breitet sich in Deutschland aus.
Er stammt ursprünglich aus den südlichen USA und Mexiko. In Europa gilt er als invasive Art.
Fachleute beobachten seine Ausbreitung mit großer Sorge. Der Krebs ist sehr anpassungsfähig und robust.
Er besiedelt Teiche, Seen und auch langsam fließende Bäche. Oft gelangte er durch unvorsichtige Aquarienbesitzer in die Natur.
Viele Menschen setzen die Tiere einfach aus. Dies hat jedoch schwerwiegende Folgen für das heimische Ökosystem.
Besondere Merkmale und Aussehen

Man erkennt diesen Krebs sehr leicht an seiner Farbe.
Er ist meist dunkelrot bis fast schwarz gefärbt.
Besonders auffällig sind die leuchtend roten Höcker auf seinen Scheren.
Diese wirken wie kleine Warzen oder Dornen.
Der Körper wird etwa zehn bis fünfzehn Zentimeter lang.
Jungtiere sind oft noch grünlich oder grau gefärbt.
Erst mit dem Alter kommt die rote Färbung.
Sein Panzer ist stabil und schützt ihn gut.
Im Vergleich zu heimischen Arten wirkt er sehr massiv.
Sobald man ihm zu nahe kommt, nimmt er seine typische Abwehrhaltung ein.
Und glaubt mir, die Kraft der Scheren ist enorm.
Lebensweise und Fortpflanzung
Dieser Krebs ist ein wahrer Überlebenskünstler.
Er gräbt tiefe Höhlen in die Uferbereiche. Dort übersteht er sogar längere Trockenphasen problemlos.
Zudem ist er bei der Nahrung nicht wählerisch.
Er frisst fast alles, was ihm begegnet.
Dazu gehören Wasserpflanzen, Insektenlarven, Schnecken und kleine Fische.
Seine Fortpflanzungsrate ist zudem extrem hoch.
Ein Weibchen kann mehrmals im Jahr Eier legen.
Daraus schlüpfen hunderte junge Krebse.
So entstehen innerhalb kurzer Zeit riesige Populationen.
Die Gefahr für die heimische Natur
Der Sumpfkrebs stellt eine Bedrohung für den Edelkrebs dar.
Er verdrängt unsere heimischen Arten aus ihrem Lebensraum.
Doch das größte Problem ist die sogenannte Krebspest.
Der Amerikanische Sumpfkrebs trägt diesen gefährlichen Pilz in sich.
Er selbst ist gegen den Erreger immun.
Für unsere heimischen Krebse endet die Infektion jedoch tödlich.
Ganze Bestände sterben innerhalb weniger Tage aus.
Auch Amphibien leiden unter dem Hunger des Einwanderers.
Er frisst deren Laich und dezimiert so die Bestände.
Rechtliche Lage und Schutzmaßnahmen
Die Europäische Union führt ihn auf einer speziellen Liste.
Er gilt als invasive Art von unionsweiter Bedeutung.
Der Handel mit diesen Tieren ist streng verboten. Man darf sie weder verkaufen noch verschenken.
Auch der Transport lebender Tiere ist untersagt. Wer einen Krebs findet, sollte ihn niemals umsetzen.
Das Aussetzen in andere Gewässer ist eine Straftat.
Behörden versuchen oft, die Bestände durch Reusen einzudämmen.
Dies ist jedoch mühsam und oft nur teilweise erfolgreich.
Was Sie tun können
Beobachten Sie einen solchen Krebs in der Natur?
Melden Sie den Fund am besten den örtlichen Naturschutzbehörden.
Bitte fangen Sie die Tiere nicht eigenmächtig ein.
Das Mitnehmen ohne Erlaubnis gilt rechtlich als Wilderei.
Informieren Sie Freunde und Bekannte über die Risiken. Nur Aufklärung verhindert das weitere Aussetzen dieser Tiere.
Schützen Sie unsere heimischen Gewässer durch verantwortungsvolles Handeln.
Unsere Natur braucht diesen Schutz dringend.
Jedes einzelne Tier in Freiheit schadet der Artenvielfalt. Gemeinsam können wir die Ausbreitung zumindest verlangsamen.
Kurzvideo:
Externe Informationen:
Bevor ichs vergesse:
Bitte beachten, dass der Rote Amerikanische Sumpfkrebs zwar essbar ist, das Fischen in öffentlichen Gewässern ohne Angelschein und Erlaubnis jedoch rechtlich als Fischwilderei gewertet wird!


