Der Rote Amerikanische Sumpfkrebs breitet sich in Deutschland weiter aus.
Ursprünglich stammt diese Tierart aus den südlichen USA und Mexiko.
In Europa wird er offiziell als invasive Art eingestuft.
Fachleute beobachten die Ausbreitung mit einer gewissen Sorge.
Der Krebs besiedelt Teiche, Seen und langsam fließende Bäche.
Oft gelangen die Tiere durch unvorsichtige Aquarienbesitzer in die Natur.
Das Aussetzen hat schwerwiegende Folgen für das gesamte heimische Ökosystem.
Welche Merkmale kennzeichnen diesen Sumpfkrebs?
Man erkennt diesen Krebs meist sehr leicht an seiner dunklen Farbe.
Der Körper ist oft dunkelrot bis fast schwarz gefärbt.
Auffällig sind die leuchtend roten Höcker auf seinen großen Scheren.
Diese wirken optisch wie kleine Warzen oder spitze Dornen.
Erwachsene Tiere erreichen eine Länge von zehn bis fünfzehn Zentimetern.
Jungtiere weisen oft noch eine eher grünliche oder graue Färbung auf.
Der Panzer ist sehr stabil und wirkt im Vergleich massiv.
Bei Gefahr nimmt der Krebs sofort eine typische Abwehrhaltung ein.
Die Kraft seiner Scheren ist für die Größe des Tieres beachtlich.
- Körperlänge: etwa 10 bis 15 cm im ausgewachsenen Zustand.
- Farbe: Dunkelrot bis Schwarz mit hellroten Scherenhöckern.
- Besonderheit: Sehr anpassungsfähig und gräbt tiefe Höhlen in Ufer.
- Verhalten: Aggressiv bei Annäherung und wehrhaft durch starke Scheren.
Warum ist die Ausbreitung ein Problem für die Natur?
Der Sumpfkrebs verdrängt heimische Arten wie den europäischen Edelkrebs.
Das größte Problem ist jedoch die Übertragung der Krebspest.
Dieser gefährliche Pilz wird vom amerikanischen Sumpfkrebs oft in sich getragen.
Er selbst ist gegen den Erreger weitgehend immun.
Für unsere heimischen Krebse endet eine Infektion jedoch meist tödlich.
Innerhalb weniger Tage können so ganze Bestände komplett aussterben.
Zudem frisst der Einwanderer den Laich von Amphibien und Fischen.
Das Bundesamt für Naturschutz stuft ihn daher als hochgradig invasiv ein.
Seine Fortpflanzungsrate ist mit hunderten Jungkrebsen pro Weibchen extrem hoch.
Warum ist er so schwer zu bekämpfen?
Der Rote Amerikanische Sumpfkrebs gräbt bis zu 90 Zentimeter tiefe Gänge.
Diese Gänge stabilisieren das Tier bei Trockenheit und Kälte.
Laut dem NABU führt dies oft zu Schäden an Uferbefestigungen.
Die Bekämpfung durch reines Abfischen ist daher selten von dauerhaftem Erfolg.
Selbst bei Trockenheit überlebt der Krebs in seinen feuchten Höhlen.
Welche rechtlichen Regeln gelten für diesen Krebs?
Die Europäische Union führt ihn auf der Liste invasiver Arten.
Der Handel mit diesen Tieren ist strengstens verboten.
Man darf sie weder verkaufen, verschenken noch lebend transportieren.
Das Aussetzen in Gewässer stellt rechtlich eine Straftat dar.
Wer ein Tier findet, sollte es niemals in andere Teiche umsetzen.
Behörden versuchen oft die Bestände durch Reusenfang mühsam einzudämmen.
Bitte beachten Sie, dass das Fischen ohne Erlaubnis als Wilderei gilt.
Auch wenn der Krebs essbar ist, greift hier das Fischereirecht.
Was können Sie beim Fund eines Tieres tun?
Melden Sie Sichtungen am besten direkt den zuständigen Naturschutzbehörden.
Fangen Sie die Tiere bitte nicht ohne Genehmigung ein.
Informieren Sie Freunde über die Risiken für die heimische Artenvielfalt.
Verantwortungsvolles Handeln schützt unsere Gewässer im Naturpark Schwalm-Nette.
Weitere spannende Einblicke in die Natur finden Sie auf unserem Portal.
Wo gibt es externe Informationen zu dieser Art?
Diese Links führen zu vertiefenden Informationen und Bestimmungshilfen.
- Artsteckbrief: Roter Amerikanischer Sumpfkrebs (NRW)
- NABU: Der Rote Amerikanische Sumpfkrebs im Porträt
- Bundesamt für Naturschutz (BfN): Invasivitätsprüfung
- Infos zum Edelkrebsprojekt NRW und Bestimmungshilfe
Redaktion Brüggen Erleben | Unabhängig & Lokal | Stand 2026


